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Dresscode beim Bewerbungsgespräch

Zu aufgebrezelt, zu bunt, zu dunkel? Genau 150 Millisekunden reichen aus, um sich ein erstes Bild von seinem Gegenüber zu machen. Wer falsch gekleidet zum Vorstellungsgespräch erscheint, hat also von Anfang an schlechte Karten. Daher sollten sich Bewerber vorab genau überlegen, welches Outfit sie wählen. Wie es richtig geht, zeigen die Dresscode-Tipps unserer Coaches.

Grundsätzlich gilt: Die Kleidung muss zum Job passen. Welches Outfit für welchen Beruf und welche Branche angebracht ist, ermittelt man am besten auf der Internetseite des jeweiligen Unternehmens. Bewirbt man sich beispielsweise im Handwerk, so muss es kein Anzug mit Krawatte sein. Eine Jeans mit einem ordentlichen Hemd und schicken Schuhen reichen völlig aus und wirken authentisch. Buchhalter, Bänker oder etwa Versicherungsmakler jedoch sollten auf einen Anzug in gedeckten Farben zurückgreifen. Wer sich dennoch unsicher ist ob casual, casual chic oder business chic der passende Stil ist, sollte grundsätzlich lieber eine etwas schickere Kleidung wählen. Besser overdressed als underdressed! Tipp: Kleiden Sie sich für die Position, die Sie anstreben - nicht für die, die Sie schon haben.

Farbe

Je dunkler die Kleidung ist, desto förmlicher wirkt sie und desto mehr Fachkompetenz drückt sie aus. Von Schwarz wird allerdings prinzipiell abgeraten. Schwarz wirkt distanzierend und ist den Chefs in einem Unternehmen vorbehalten. Viel besser eignet sich dagegen ein dunkles Blau. Allerdings sollte nicht das ganze Outfit dunkel gehalten werden, besser man kombiniert dazu ein helles Pendant, in Weiß oder Creme.

Material

Nicht nur die Farbe des Outfits ist wichtig, auch das Material der einzelnen Kleidungsstücke. Knittrige Stoffe wie Leinen oder Seide sollten im Schrank bleiben. Vorteilhafter sind Naturprodukte wie Baumwolle, Wolle oder Mischgewebe mit Elasthan oder Lycra. Sie sind nicht nur knitterfrei sondern auch atmungsaktiv und bequem zu tragen. Tipp: Den Stoff zuhause probeweise in der Faust zusammenknüllen. Danach sollte er sich wieder legen und genauso glatt sein wie davor.

Für Sie

Wählen Sie Farben, Schnitte und Muster, die die persönlichen Schokoladenseiten optimal zur Geltung bringen. Aber Vorsicht: Nicht zu eng und nicht zu sexy. Zeigen Sie nicht zu viel Haut. Ärmellose Oberteile und zu kurze Röcke sind tabu. Lassen Sie nicht allzu tief blicken und greifen Sie zu einem etwas höher geschlossenen Oberteil. Schließlich möchten Sie mit Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Fachwissen glänzen und nicht mit körperlichen Reizen. Daher wählen Sie auch ein dezentes Make Up, das wirkt natürlicher und dadurch seriöser.

Schuhe mit Absatz, ob Stiefel oder Pumps, runden das perfekte Businessoutfit ab. Zu hoch sollten die Absätze jedoch nicht sein. Wer auf hohen Absätzen nicht laufen kann, greift lieber auf flache Schuhe zurück, denn ein Storch im Salat hat noch keinem imponiert. Sie haben langes und / oder lockiges Haar? Gerne dürfen Sie es offen tragen, solange es gesund und ordentlich aussieht. Andernfalls wählen Sie den klassischen Knoten oder Pferdeschwanz.

Für Ihn

Ja, ja - die leidige Story mit dem Sakko und den Knöpfen... auf, zu - zu, auf - na, wie denn jetzt? Knöpfe beim Platznehmen öffnen, beim Aufstehen wieder schließen. Fertig! Wählen Sie eine Krawatte mit dezentem Muster und in neutraler Farbe. Sie sollte exakt einen Zentimeter über dem Hosenbund beziehungsweise Gürtel enden. Turnschuhe oder Sneakers sollten Sie in keinem Vorstellungsgespräch tragen, unabhängig von der Stelle für die Sie sich beworben haben. Tragen Sie elegante Schnürschuhe mit den passenden Socken und dem farblich abgestimmten Gürtel.

Der Bart gilt in diesen Tagen als modisches Accessoire - das wissen auch die Personaler. Daher ist glatt rasiert kein absolutes Muss mehr, dennoch sollte der Bart in jedem Fall gepflegt sein. Es sei denn, Sie bewerben sich in der gehobenen Gastronomie - dann muss er ab!

Doch das Allerwichtigste: Sie müssen sich in der ausgewählten Kleidung wohlfühlen, denn nur dann kann ein Outfit überzeugen und Ihre Persönlichkeit unterstreichen!

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